Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten

Die Geburt eines Kindes mit einer Lippen- Kiefer- Gaumenspalte in der ein- oder anderen Ausprägung bedeutet zunächst, dass dem Kind nichts fehlt, denn alle Gewebe in der Spaltregion sind zwar angelegt, aber nicht von Seite zu Seite verwachsen.

Notwendig zur Behandlung Ihres Kindes ist es, dass ein festgelegtes Behandlungskonzept besteht. Da oftmals nicht die gesamte Spaltbildung durch eine Operation korrigiert werden kann, sollte im Rahmen ausführlicher aufklärender Gespräche festgelegt werden, zu welchem Zeitpunkt welche primären Operationen durchgeführt werden sollen. Für derartige Operationen sind nicht nur Operateure sondern auch Narkoseärzte mit weit reichender Erfahrung und speziellen Narkose- und Überwachungsmöglichkeiten erforderlich, sodass die primären Eingriffe bei Lippen- Kiefer- Gaumenspaltkindern größeren Kliniken vorbehalten bleiben.

Allerdings schließt sich an die Phase der primären Verschlussoperationen die Nachbeobachtung an. Die Entwicklung der einzelnen Komponenten im Wachstum wird überprüft. Kleinere Korrektureingriffe wie Sprachheiltherapie sind gelegentlich erforderlich. Im Wechsel- und bleibenden Gebiss wird meist kieferorthopädisch behandelt. Wachstumsstörungen des Oberkiefers können anschließend durch eine Umstellungsoperation korrigiert werden.

Nach Ende des Wachstum zeigt die Nase häufig noch typische Veränderungen auf der Basis der Lippen- Kiefer- Gaumenspalte. Die Harmonisierung dieser Region sollte erst im frühen Erwachsenenalter durchgeführt werden, um operationsbedingte Einflüsse in der Wachstumsentwicklung der Nase zu verhindern.

Patientenbeispiel primärer Lippenspaltverschluss

Am Ende der OP
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Beispiel nach einer Operation
Das Heilmittelwerbegesetz verbietet leider ab dem 01.04.2006 die vergleichende Darstellung von Befunden vor- und nach einer Operation mit entsprechenden Bildern oder Skizzen.

Ich bitte daher um Verständnis, die Ausgangsbilder vor der Operation nicht zeigen zu dürfen.

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