Ohranlegung (Otopexie)

Die jüngsten unserer Patienten kommen im Vorschul- und frühen Schulalter zum plastisch tätigen Chirurgen, weil sie durch auffällig abstehende Ohren von ihren „Freunden“ gehänselt werden und darunter leiden. In solchen Fällen kann die Korrekturoperation im Rahmen der kassenärztlichen Versorgung erfolgen.

Das Operationsziel ist nicht nur das Anlegen der Ohren, sondern auch ein natürliches Aussehen des einzelnen Ohres an sich.

Eine Operation ist im Kindesalter unbedingt in Vollnarkose zu empfehlen. Bei Erwachsenen ist diese auch in lokaler Betäubung möglich. Die Schnitte dafür werden an der Rückseite der Ohrmuschel angelegt. Von hier aus ist der Zugang zu den zu verändernden Knorpelstrukturen der Ohrmuschel gut möglich. Die Art der jeweils notwendigen Formung hängt vom Einzelfall und der eingesetzten operativen Technik ab. Die Wunde wird mit einem atraumatischen Nahtmaterial verschlossen.

Wichtig ist die Nachbehandlung durch einen speziellen Kopfverband, der regelmäßig ärztlich abgenommen werden muss, um die Durchblutung der Haut des Ohres kontrollieren zu können. Nach etwa einer Woche können die Fäden entfernt werden. Anschließend sollte noch über mehrere Woche ein Stirnbandgetragen werden, welches die Ohren sacht andrückt und insbesondere auch verhindert, dass im Schlaf durch eine unglückliche Drehung des Kopfes ein Ohr wieder massiv nach vorne umgeklappt wird.

Aus dieser Notwendigkeit heraus möchte ich eigentlich empfehlen, eine Ohranlegung nicht gerade im Hochsommer durchführen zu lassen. Wählen Sie lieber eine gemäßigte Jahreszeit.

Beispiel nach einer Operation
Das Heilmittelwerbegesetz verbietet leider ab dem 01.04.2006 die vergleichende Darstellung von Befunden vor- und nach einer Operation mit entsprechenden Bildern oder Skizzen.
Ich bitte daher um Verständnis, die Ausgangsbilder vor der Operation nicht zeigen zu dürfen.

Ohrenanlegen

Ohrenanlegen

Korrigierte Ohren im Detail
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