Kinnkorrektur (Genioplastik)

Die Veränderung einer besonders auffälligen Kinnregion wird sowohl als alleinige Korrekturmaßnahme, häufig aber auch in Kombination mit einer Nasenkorrektur zur Harmonisierung des gesamten Gesichtsprofils durchgeführt. Der Aufbau des Gesichtprofils sollte analysiert werden, um die zu beeinflussenden Regionen genau festzulegen. Es ist nicht selten, dass Patienten zunächst den eindringlichen Wunsch nach einer Nasenkorrektur vortragen, jedoch die eigentlich markantere Auffälligkeit in einem fliehenden Kinn liegt. Eine solche spezielle Gesichtsmorphologie aufzuzeigen und den Weg zu einer optimalen Gesamtkorrektur zu finden, ist die Aufgabe Ihres Arztes.

Die Veränderung der Kinnregion sollte in Vollnarkose durchgeführt werden. Es ist auch ohne das Einbringen von körperfremdem Material wie Silikonimplantaten möglich, die Kinnprominenz dreidimensional in alle Richtungen zu verändern. Dies geschieht durch Schnitte in der Mundhöhle hinter der Unterlippe und am Zahnfleisch der Unterkieferfrontzahnregion. Die knöchernen Anteile des Kinns werden von hier aus dargestellt. Wichtige Nerven für das Gefühlsempfinden in der Unterlippe können geschützt werden. Die Kinnregion kann dann durch Ablösen vom restlichen Unterkiefer in die gewünschte Richtung verschoben werden. In Fällen von gewünschter Kinnverkleinerung würde die natürliche knöcherne Kinnform ebenfalls erhalten bleiben und lediglich an der Verbindungsstelle zum Unterkiefer etwas Knochen entnommen werden. Das knöcherne Kinn befestigt man mit kleinen Plättchen und Schrauben aus reinem Titan an der neuen Stelle. Der operative Zugang wird unter genauer Fixierung der Kinnmuskulatur speicheldicht verschlossen.

Nach dem Eingriff kann ein Pflasterverband zur Stützung der Kinnweichteile über etwa 2 Tage erforderlich werden. Die Fäden sollten nach 1 Woche entfernt werden. Nach etwa 4 Wochen ist das Kinn ausreichend fest an der neuen Stelle verwachsen, sodass Sie sich wieder körperlich – sportlich betätigen können. Die eingebrachten Materialien aus Titan könnten zwar prinzipiell im Körper verbleiben, meist wird aber deren Entfernung nach ca 6 Monaten durchgeführt.

Beispiel nach einer Operation
Das Heilmittelwerbegesetz verbietet leider ab dem 01.04.2006 die vergleichende Darstellung von Befunden vor- und nach einer Operation mit entsprechenden Bildern oder Skizzen.
Ich bitte daher um Verständnis, die Ausgangsbilder vor der Operation nicht zeigen zu dürfen.

Kinnkorrektur

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