Oft gestellte Fragen

 

Bei einem Versuch, meinen unteren Backenzahn zu ziehen, hatte ich so starke Schmerzen, dass der Eingriff abgebrochen werden musste. Kann ich den Zahn bei Ihnen in Narkose entfernen lassen ?

Ihre Frage kann ich leider nicht direkt beantworten. In vielen Fällen gelingt es mir trotz einer solchen Vorgeschichte den Zahn problemlos in lokaler Betäubung zu entfernen. Ansonsten bleibt uns der Weg der Vollnarkose offen. Sie müssten sich bitte zu einer Untersuchung in der Praxis vorstellen, dann sehen wir weit

Die Entfernung meiner kaputten Zähne ist so super gelaufen, obwohl ich vorher solche Angst hatte. Können Sie auch Zahnfüllungen bei mir machen ?

Leider nein. Es freut mich, dass die chirurgische Behandlung offensichtlich nicht so schlimm war, wie Sie befürchtet hatten. Das liegt daran, dass ich mich auf derartige Behandlungen spezialisiert habe.

Aber Jedem das Seine. Für Füllungen, Kronen, Brücken und Prothesen ist Ihr Zahnarzt als Spezialist zuständig. Ich habe meine letzte Füllung vor vielen Jahren gelegt, sich so etwas von mir zu wünschen wäre eine schlechte Idee

Gibt es für extrem ängstliche Patienten einen Mittelweg zwischen der Behandlung in lokaler Betäubung und einer Narkose ?

Ein möglicher Mittelweg ist die Behandlung in Sedierung. Dabei wird der Patient vorbereitet wie für eine Narkose. Der Narkosearzt verabreicht beruhigende Medikamente und kontrolliert während des Eingriffes und danach den Kreislauf, die Atmung, etc. Leider werden solche begleitenden Maßnahmen nicht mehr von den Krankenkassen getragen, sodass dem Patienten eine Eigenleistung abverlangt werden muss.

Ich hatte schon einmal eine Wurzelspitzenoperation, der Zahn ging danach doch verloren. Nun habe ich an einem anderen Zahn wieder solche Probelme. Macht eine Wurzelspitzenoperation denn überhaut Sinn ?

Bei guten knöchernen Verhältnissen macht eine Wurzelspitzenresektion schon Sinn, was den Erhalt des Zahnes angeht. Wichtig ist m. E. bei der Opertion, dass ein sehr sicherer Abschluss des Wurzelkanalsystems zum Knochen hin erfolgt. Diesbezüglich setze ich mit gutem Behandlungserfolg eine mikrochirurgische Technik ein.

Es gibt allerdings auch Zähne, die sich beim besten Willen per Wurzelspitzenresektion nicht mehr erhalten lassen. Dann sollte der Zahn lieber direkt entfernt werden anstatt wertvollen Knochen, den man für eine spätere Implantation benötigen würde, bei der Wurzelspitzenresektion „weg zu bohren“.

Kann ich die Implantate auch in Raten bezahlen ?

Ja. Mir liegt viel daran, günstige Situationen für die Implantation nicht verstreichen zu lassen, nur weil gerade im Moment noch nicht das nötige Geld für die Implantatversorgung vorhanden ist.

Wenn man den optimalen Zeitpunkt nach der Zahnentfernung vergehen lässt, ist die Implantation später immer noch möglich, aber sehr viel aufwändiger. Eine Aufbauoperation des Knochens, die dann evtl. notwendig wird, ist mit zusätzlichen Kosten  und unnötigen Risiken verbunden. Daher ist es mir lieber, zeitgerecht nach der Zahnentfernung implantieren zu können.

Wir werden eine finanzielle Lösung finden, sprechen Sie mich ruhig an.

Meine Krankenkasse hat gesagt, dass die Kostenübernahme für die Narkose bei meiner Zahnoperation ganz unkompliziert wäre, wenn Sie diese Narkose verordnen. Warum soll ich denn trotzdem die Narkose beim Narkosearzt privat bezahlen ?

Die Ärzte sind an Richtlinien ( siehe Stellungnahme der kassenzahnärztlichen Vereinigung, Rundschreiben der kassenärztlichen Vereinigung, Auszug aus den ärztlichen Abrechnungsvorschriften EBM ) gebunden, nach denen  sie Narkosen für kieferchirurgische Operationen verordnen dürfen. Letztendlich sind Narkosen dann über die gesetzliche Krankenversicherung abrechenbar, wenn der Eingriff ein Ausmass hat, dass er in lokaler Betäubung nicht durchführbar ist; außerdem wenn die Patienten noch im 12. Lebensjahr sind, eine geistige  Behinderung oder schwere körperliche Bewegungsstörung besteht oder eine Allergie gegen lokale Betäubungsmittel festgestellt wurde. Bei massiver Angst vor einer Zahnbehandlung muss diese Diagnose fachärztlich, d.h. durch einen Psychiater bestätigt werden. Nur wenn die Zahnarztangst nicht fachärztlich in angemessener Zeit behandelbar ist kann der Eingriff in Narkose verordnet werden.

Wenn von einem Mitarbeiter Ihrer Krankenversicherung geäußert wird, dass die Narkose für einen Eingriff, der in lokaler Betäubung durchführbar ist, trotzdem gerne übernommen wird, lassen Sie sich diese Äußerung bitte schriftlich geben. Ansonsten gibt es dann möglicherweise bei der Nachfrage die hier aufrufbare Antwort.

Stimmt es, dass ich zu Ihnen eine Überweisung vom Hausarzt mitbringen muss ?

 

Im Moment ist eine Überweisung nicht unbedingt erforderlich, die Ausnahmen sind:

Hautveränderungen oder Narbenkorrekturen.

Diese Krankheitsbilder sollten Haus- Hautärtzlich vorher gesehen werden. Wenn eine Indikation zur Behandlung im Rahmen der gesetzlichen Krankenversorgung besteht, wird der entsprechende ärztliche Kollege Ihnen eine Überweisung ausstellen. Ansonsten wäre eine chirurgische Behandlung eine Privatleistung.

Was bezahlt meine Krankenkasse zu den Implantaten ?

Ihre Krankenkasse übernimmt lediglich einen Teil für die Kosten der Aufbaukonstruktion auf den Implantaten.

Letztendlich haben die Krankenkassen erkannt, dass es für den „gesamten Patienten“ günstiger ist, wenn die Zahl der Pfeiler, die die Kaukraft aufnehmen, hoch gehalten wird. Beispielsweise führt das Beschleifen von Zähnen zur Aufnahme von Brücken langfristig gesehen zu höheren Kosten. Insofern wird der Anreiz für den Patienten geschaffen, mit dem Einbringen von Zahnimplantaten so zu sagen in „Vorleistung“ zu gehen. Wenn der Patient diese Vorleistung erbracht hat, wird er durch den Zuschuß für die Aufbauversorgung „belohnt“.

Die genauen Kosten für diese Aufbaukonstruktion müssen Sie aber bitte mit Ihrem weiterbehandelnden Zahnarzt klären.

Was kostet ein Zahnimplantat ?

Gegenfrage :  Was kostet ein Auto ? Kann man so nicht beantworten, hängt davon ab wie schnell es fahren soll und welche Ausrüstung es haben muß.

Die Kosten für eine Impantatversorgung sind nur sehr schwer genau zu schätzen. Ein einfaches Implantat, ohne knochenaufbauende Massnahmen, liegt etwa bei 1.000,– €, wobei das Implantat vom Material her sehr hochwertig ist. Langfristig gesehen zahlt es sich aber aus, am Anfang auf ein hochwertiges Material zu setzen.

Die Kostenangabe betrifft aber nur die chirurgische Leistung. Welche Kosten für die Versorgung der künstlichen Zahnwurzel mit der prothetischen Aufbaukonstruktion entstehen, müssen Sie mit Ihrem Zahnarzt besprechen.

Wenn knochenaufbauende Massnahmen erforderlich sind, weil das Knochenangebot im speziellen Fall ungünstig ist, muss mit weiteren Kosten gerechnet werden. Diese sind im Einzelfall vorher erst nach entsprechenden  Untersuchungen zu bestimmen.

Wie lange darf ich denn nach der Operation bei Ihnen nicht rauchen ?

Am besten ist es, wenn Sie den Mundhöhleneingriff zum Anlass nehmen und für immer mit dem Rauchen aufhören !

Das tun ehrlicherweise allerdings die wenigsten Raucher. Aus der Sicht der Wundheilung ist der Rauch aber extrem schädlich und führt vermehrt zu Wundheilungsstörungen. Aus dieser Sicht ist es sinnvoll, das Rauchen für eine Woche bis 10 Tage einzustellen oder zumindest stark einzuschränken.