Eingriffe an der Unterkieferspeicheldrüse

Ist es z.B. durch wiederholten Aufstau des Speichels oder andere Ursachen zu einer chronischen Erkrankung der Unterkieferspeicheldrüse gekommen, oder bestehen Gewebevermehrungen in der Drüse, sollte diese entfernt werden. Je mehr akute Schübe einer chronischen Entzündung ablaufen, desto schwieriger wird die Entfernung der Drüse, da die Gewebe durch die entzündlichen Reaktionen miteinander verkleben und daher schwieriger sauber zu trennen sind.

Der klassische Operationszugang zur Unterkieferspeicheldrüse ist ein äußerer, ca 2 Querfinger unter dem Unterkieferrand gelegener, kleiner Schnitt. Manchmal lässt sich eine derartige Drüse auch ohne äußere Schnittführung nur durch eine allerdings weit reichende Eröffnung des seitlichen Mundbodens darstellen und entfernen. Die Gefahr, wichtige Nerven und Gefäße dabei zu verletzen, ist bei diesem Zugang durch die Mundhöhle gegenüber dem Zugang durch die äußere Haut erhöht. Die Drüse wird dann aus ihrer Drüsenkapsel gelöst und entfernt. Meist wird ein kleines Drainageröhrchen eingelegt. Die Wunde wird mit feinem Nahtmaterial verschlossen.

Die Fäden können bereits nach 5 – 7 Tagen entfernt werden. Der äußere Schnitt hinterlässt, da sich die Wunde in einen den Hautfalten entsprechenden Verlauf legen lässt, nach ausreichender Abheilungszeit eine kaum sichtbare Narbe. Stellt sich die Notwendigkeit dar, auch die unter der Zunge gelegene, kleinere Speicheldrüse zu entfernen, kann der äußere Zugang mit einem kleinen Schnitt im Mundboden kombiniert werden.

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