Zahnverletzungen

Zahnverletzungen können zunächst aus kleinen oder weiter reichenden Absplitterungen und Brüchen der Zahnhartsubstanz bestehen, mit oder ohne Eröffnung des Zahnnerven; sie können aber auch die Lockerung bis hin zum vollständigen Verlust des Zahnes betreffen.

Bei kleineren Brüchen in der Zahnhartsubstanz kann der Zahn meist durch zahnärztliche Maßnahmen behandelt werden. Liegt der Bruch im Bereich der Zahnwurzel, ist die Erhaltbarkeit und notwendige Therapie stark von der Lage der Bruchlinie in der Wurzel abhängig. So kann ein im Wurzelspitzendrittel gebrochener Zahn durch eine Wurzelspitzenresektion erhalten werden. Ein im mittleren Wurzeldrittel gebrochener Zahn hingegen ist oft nicht langfristig erhaltbar.

Ähnlich wie bei gelockerten Zähnen, die durch eine Schienung, d.h. Fixierung an den benachbarten, noch festen Zähnen befestigt werden, ist auch bei einer Wurzelfraktur eine solche stabilisierende Maßnahme oft erforderlich.

Vollständig ausgeschlagene Zähne sollten als erstes unbedingt feucht zum Arzt transportiert werden. In Apotheken ist ein so genannter Dental- Safe erhältlich. Es handelt sich dabei um eine kleine Dose mit einer Nährlösung darin, die das empfindliche Gewebe des Zahnhalteapparates schützt. Der Zahn kann dann eventuell wieder in sein Zahnfach replantiert werden. Eine Schienung zur Stabilisierung des Zahnes über mindestens 1 Woche ist unbedingt erforderlich. Die Prognose bezüglich der langfristigen Erhaltung des Zahnes ist nur schwer im Voraus festzulegen.

Zurück