Knochenverletzungen

Kieferbrüche werden in der Regel im Krankenhaus behandelt. Sie können den Unter- oder Oberkiefer betreffen; weitere Gesichtsknochen sind z.B. das Nasenbein, das Jochbein, die Stirn- und Augenhöhlenregion, die durch Brüche geschädigt werden können. Im Allgemeinen besteht die Therapie in einer Versorgung mit Titan- Platten, die mit Schrauben am Knochen befestigt werden, die Bruchstelle überbrücken und somit stabilisieren. Die Versorgung von Unter- und Oberkiefer bei den meisten Bruchformen ist durch die Mundhöhle möglich. Ist eine zusätzliche Ruhigstellung des Kiefer zur Schonung z.B. der Weichteile nötig, werden die Zähne aufeinander gesetzt und mit kleinen Drähten oder Gummizügen aufeinander gestellt. Problematischer zu versorgen sind Kieferbrüche bei Patienten, denen bereits einige oder alle Zähne fehlen, aber auch in diesen Fällen ist meist eine Operation mit Stabilisierung durch Titanplatten möglich. Brüche im Bereich des Kiefergelenkes werden oft nicht operiert, sondern nur durch ein aufeinander Fixieren der Zahnreihen mit der Möglichkeit, die Bisseinstellung durch die Zugrichtung kleiner Gummizüge zu beeinflussen, behandelt. Brüche des Nasenbeins, des Jochbeins oder der Augenhöhle haben keine Beziehung zum Zusammenbiss der Zähne an sich. Die ordnungsgemäße Einrichtung und Fixierung dieser Brüche erfolgt aus speziellen Gründen. Verheilen diese Brüche in falscher Stellung, kann eine Behinderung der Nasenatmung, eine Behinderung der Mundöffnung, eine bleibende Gefühlsstörung der Oberlippe oder ein Doppeltsehen resultieren.

Die Heilung der Weichteile ist in der Regel nach 7 – 10 Tagen abgeschlossen. Die Knochenheilung erfordert ca 3 – 6 Wochen. Danach kann sich der Patient wieder voll belasten. Das zur Stabilisierung eingebrachte Titan- Material kann zwar im Körper verbleiben; dennoch wird aber von vielen Chirurgen dessen Entfernung empfohlen.

Unterkieferbruch im Röntgenbild

Unterkieferbruch

Unterkieferbruch

Unterkieferbruch im Röntgenbild

Unterkieferbruch

Unterkieferbruch

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